Überhaupt nicht. Die Zeit vom Beginn des Kammerflimmerns bis zum ersten Defibrillationsschock ist die wichtigste einzelne Variable, die die Wirksamkeit der Behandlung beeinflusst. Wenn Defibrillationsschocks innerhalb von 30 Sekunden nach Beginn des Kammerflimmerns abgegeben werden, wie das im elektrophysiologischen Labor oder mit einem implantierten Kardioverter/Defibrillator (ICD) möglich ist, so beträgt die Überlebensrate mehr als 95%. Vom Beginn des Kammerflimmerns an nimmt die Wahrscheinlichkeit aber mit einer Rate von ca. 10% pro Minute ab, so dass frühe Defibrillation heute absoluten Vorrang vor allen anderen Wiederbelebungsmaßnahmen hat. Ein großer Anteil der früh defibrillierten Patienten verlässt das Krankenhaus ohne wesentliche Einschränkung der Lebensqualität.

Aus diesem Grunde fordert das Internationale Komitee für Reanimationsmedizin (ILCOR) seit 2000, dass an allen öffentlichen Orten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für den Plötzlichen Herztod öffentlich zugängliche Defibrillatoren (Public Access Defibrillators) installiert werden. Laienhelfer sollen in der Anwendung von Automatischen Externen Defibrillatoren geschult werden.


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